Das Reich der Weinaromen

_DSC1160Die Aromenpracht eines schönen Weines einzuatmen, kann das allergrößte Vergnügen sein. Gerade für Anfänger ist es jedoch oft gar nicht leicht, einzelne Aromakomponenten zu erkennen und ihnen einen Namen zu geben. Der komplexe Gesamteindruck ist einfach überwältigend. Das ist kein Grund zur Beunruhigung, denn auch Profis haben damit ihre Probleme.[Weiterlesen …]

Tannin und Adstringenz

Tannin_RoteTrauben (1 von 1)Rotweine unterscheiden sich von Weißweinen nicht nur durch ihre Rotfärbung, sondern mehr noch durch die sensorisch wirkungsvolle Präsenz sogenannter Tannine. Diese Tannine werden ebenso wie die Farbpigmente vor, während und nach der alkoholischen Gärung aus der Beerenschale extrahiert. Sie sind verantwortlich für einen sensorischen Eindruck, der als Adstringenz bezeichnet wird. Man hat das Gefühl, dass die Zähne stumpf werden, der Gaumen sich zusammenzieht und der Mund austrocknet. Der adstringierende Charakter des Tannins basiert auf der Fähigkeit seiner Moleküle, sich mit den Eiweißmolekülen in unserem Speichel zu verbinden. Der Speichel verliert durch die Gerinnung des Eiweißes seine Gleitfähigkeit, im Mundraum flutscht es nicht mehr und das Aufeinandertreffen von Zunge und Zahnfleisch wird ungewohnt rau und holprig erlebt.[Weiterlesen …]

„Trocken“ – was bedeutet das eigentlich?

Stilleben1_MesseraufTeller (1 von 1)Was genau ist eigentlich gemeint, wenn von einem trockenen Wein die Rede ist? Bei aller Unterschiedlichkeit im Detail haben trockene Weine ein gemeinsames Wesensmerkmal: Ihr Zuckergehalt ist gering, so gering, dass er im Grunde keine geschmackliche Relevanz hat. Wenn der Kellermeister nicht in den Prozess der Umwandlung von Zucker in Alkohol (d.h. in die alkoholische Gärung) eingreift, gärt fast jeder Most (das ist die Bezeichnung für den noch unvergorenen Traubensaft) automatisch durch. Das heißt: Die Hefen vergären allen vorhandenen Zucker zu Alkohol und im Ergebnis entsteht ein trockener Wein.[Weiterlesen …]